Konfliktgespräche führen

Survival Guide Nr. 7 - von Mario Neumann

Konfliktgespräche führen

Eine Zusammenfassung meiner Survival-Guides finden Sie auch in meiner App "Projekt-Safari" - dem mobilen Karteikasten für Projektmanager.

Was tun, um einen Konflikt erfolgreich beizulegen?

Konflikte sind normal im Projektalltag – zu unterschiedlich sind oft die Interessen der Beteiligten. Ein Konfliktgespräch mit den Beteiligten ist meist der beste Lösungsweg. Als Projektleiter übernehmen Sie dabei die Vermittlerrolle: Sie initiieren das Gespräch und achten darauf, dass es fair und konstruktiv verläuft. Dazu müssen Sie einige Grundregeln kennen. Alle Tricks und Kniffe, wie Sie ein erfolgreiches Konflitkgespräch führen, lesen Sie in diesem Survival-Tipp:

  • Das Gespräch vorbereiten
    Nur selten lassen sich Konflikte zwischen Tür und Angel lösen. Schaffen Sie also die Voraussetzungen für ein gutes Gespräch. Wählen Sie einen ruhigen Ort und planen Sie genügend Zeit ein. Stellen Sie sich im Vorfeld folgende Fragen: Was will ich ansprechen? Wie soll das Gespräch verlaufen? Was kann ich tun, wenn das Gespräch aus dem Ruder läuft?
  • Ins Gespräch einsteigen
    Sorgen Sie dafür, dass beide Parteien Sie als neutralen Vermittler akzeptieren. Stellen Sie zu Beginn des Gesprächs kurz die Vorgeschichte dar. Verzichten Sie dabei auf unnötige Schuldzuweisungen und betonen Sie das Ziel: eine faire Lösung. Geben Sie nun den Betroffenen Gelegenheit, den Konflikt aus ihrer Perspektive zu schildern – zunächst der eine, dann der andere. Erst dann beginnt die Diskussion.
  • Die Situation bestimmen
    Klären Sie die aktuelle Situation. Wie erleben die Betroffenen die Situation? Beide Seiten tauschen sich darüber aus, welche Probleme es momentan gibt, und welche Schwierigkeiten daraus resultieren. Geben Sie den Beteiligten Gelegenheit darzulegen, was sie stört und belastet. Ist das geklärt, können Sie das Ziel herausarbeiten: Was wünschen sich beide Seiten in dieser Situation?
  • Wesentliches herausarbeiten
    Trotz aller Schwierigkeiten und Konflikte gibt es immer auch Punkte, in denen sich die Konfliktparteien einig sind. Helfen Sie ihnen zu erkennen, dass es auch Gemeinsamkeiten gibt – das verbindet und liefert später wichtige Lösungsansätze. In welchen Punkten sind wir uns einig? Wo gibt es Unterschiede und Differenzen? Und was sind die strittigen Punkte?
  • Lösungen entwickeln
    Nachdem die Beteiligten die wesentlichen Punkte herausgearbeitet haben, ist es an der Zeit, nach Lösungen zu suchen. Entwickeln Sie in einem Brainstorming Lösungsideen. Halten Sie sich selbst mit Lösungen zurück. Die müssen die Betroffenen selbst erarbeiten. Das ist wichtig, denn nur dann werden sie die Lösungen auch dauerhaft akzeptieren. Beschränken Sie sich also auf die Rolle des Vermittlers, aber sorgen Sie dafür, dass sich die Konfliktparteien nicht mit der erstbesten Lösung zufrieden geben.
  • Ergebnisse festhalten
    Halten Sie die beschlossenen Lösungsideen fest. Das ist wichtig, damit die Vereinbarungen für alle sichtbar und verbindlich sind. Fassen Sie am Ende alle vereinbarten Punkte zusammen und prüfen Sie, ob beide Konfliktparteien die Ergebnisse akzeptieren. Vereinbaren Sie einen Folgetermin, um zu besprechen, ob die Vereinbarungen eingehalten werden.
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