Mission Impossible

Testgelesen - ein Buch von Andrea Ramscheidt

Mission Impossible

INHALT

Was hat eine Bergbesteigung mit Projektmanagement zu tun? Sehr viel, glaubt man Andrea Ramscheidt. Sie nutzt die Analogie einer Bergbesteigung, um dem Leser die verschiedenen Aspekte des Projektmanagement näher zu bringen. Ihre Philosophie: Ob ein Projekt ins Schlittern gerät und scheitert, liegt nach der Auffassung der Autorin nicht an schwierigen Bedingungen, sondern daran, wie der Projektleiter den Herausforderungen begegnet. Das nötige Handwerkszeug, um diesen Herausforderungen zu begegnen und sie zu meistern, will Andrea Ramscheidt dem Leser mit ihrem Buch “Mission Impossible” an die Hand geben. Dabei deckt sie alle relevanten Aspekte eines Projekts ab. Erfrischend an ihrer Darstellung ist, dass Andrea Ramscheidt in beiden Themenfeldern – in Bergbesteigungen und in Projekten – Expertin ist. Mit vielen Beispielen aus ihrer eigenen Projektmanagementpraxis zeigt sie, wo Schwierigkeiten in Projekten auftauchen können und wie Projektleiter diese umgehen und lösen.

GEHALT

Andrea Ramscheidt beschreibt chronologisch – vom Start bis zum Abschluss – die Anforderungen, denen sich Teamleiter stellen und die Hürden, die sie dabei aus dem Weg räumen müssen. Dass die Autorin alle Kapitel mit Begriffen des Bergsteigens betitelt (“Basislager – Abgrund – Gipfel-Flow”) passt perfekt. Die Informationsdichte ist dem Thema angemessen und für erfahrene Projektleiter völlig in Ordnung. Neulinge werden sich in manchen Passagen dagegen etwas schwer tun.

Bewertung:  Punkte (von 5)

GLIEDERUNG

Das Buch hat neun Kapitel – in jedem Kapitel gibt es markierte Bereiche, in denen die Autorin wertvolle Ratschläge gibt. Diese können leicht nachgeschlagen werden. Leider verraten nicht alle Überschriften auf den ersten Blick, worum es in den einzelnen Kapitel geht. Das Buch enthält keine Grafiken oder andere visuelle Elemente. Lediglich Tipps werden mit rotem Rahmen und roten Aufzählungszeichen hervorgehoben. Ansonsten bleibt die Aufmachung weit hinter den Erwartungen zurück – Das schöne Cover hat mehr versprochen.

Bewertung:  2 Punkte (von 5)

VERSTÄNDLICHKEIT

Andrea Ramscheidt erweist sich als Expertin, der es gelungen ist, sich mit verständlichen Worten an ihre Leser zu wenden. Das Buch ist primär für Projektleiter geschrieben und bietet dieser Zielgruppe sehr viel Stoff und sehr viele Anregungen. Für Projektanfänger ist es eher nicht geeignet.

Bewertung:  4 Punkte (von 5)

RELEVANZ

“Mission Impossible” ist ein anschaulicher Praxis-Ratgeber für junge Projektleiter, die sich das Rüstzeug für den fast alltäglichen Fight um Budgets, Termine und Verantwortlichkeiten holen wollen. Aber auch Projektprofis finden überraschende und bedenkenswerte Anregungen für die tägliche Arbeit.

Bewertung:  4 Punkte (von 5)

ZIELGRUPPE

Das Buch ist gleichermaßen für angehende wie für gestandene Projektleiter eine empfehlenswerte Lektüre.

MEIN FAZIT

So aussichtslos die Lage auch sein mag, ein Trost bleibt Projektleitern in der Bredouille allemal: Sie sind nicht die ersten und nicht die einzigen, deren Projekt zu scheitern droht. Die Beraterin Andrea Ramscheidt hat selbst viele solcher Fälle erlebt und ihre Erfahrungen in ein Buch gepackt. Verständlich und überzeugend legt sie dar, wie neue Perspektiven und rationale Analysen in scheinbar aussichtslosen Situationen weiterhelfen können. Sie hinterfragt typische Verhaltensmuster und illustriert mit vielen Beispielen aus der Praxis, warum scheinbar unwichtige Tätigkeiten den Ausschlag für den Turnaround geben können. Zwar ist manchmal nicht ganz klar, ob es sich bei dem Buch um einen Rettungsleitfaden oder einen Starter-Guide für erfolgreiche Projektarbeit handeln soll, doch nimmt die Autorin so mancher vermeintlicher „Mission Impossible“ glaubhaft und nachhaltig den Schrecken.

Format Testgelesen
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