Unmögliches möglich machen

Ein Survival-Tipp von Mario Neumann

Unmögliches möglich machen

Diesen und viele weitere Survival-Tipps finden Sie in meinem Buch "Projekt-Safari".

Wer realistisch geplant hat, kann die Laufzeit eines Projekts nicht einfach um zwei Monate zusammenstreichen. Auch sollte ein Projektleiter immer damit rechnen, dass das Management den präsentierten Projektplan in Frage stellt. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Plan von den Vorstellungen des Auftraggebers, der sich mit den Details niemals befasst hat, abweichen kann. Nur: Der Projektleiter muss dem Auftraggeber klipp und klar sagen, wenn ein Änderungswunsch nicht umsetzbar ist. Wer stattdessen das Unmögliche zusagt, kann seinen mühsam erarbeiteten Projektplan in den Papierkorb werfen.
Es ist außerdem eine weit verbreitete Unsitte: Man macht den Plan bei Terminproblemen kurzerhand passend! Der Projektleiter geht die Hauptaufgaben durch, kürzt Termine und reduziert Aufwände – so lange, bis der Plan die Vorgaben erfüllt. Dabei ist völlig unklar, inwieweit die neuen Zeiten noch realistisch sind. Fast immer rächt sich diese Vorgehensweise und bringt das Projektteam in Teufels Küche.

 Achtung!

Wenn Sie als Projektleiter Ihre Pläne dem Auftraggeber präsentieren, sehen Sie sich mit einiger Wahrscheinlichkeit mit der Forderung konfrontiert, das Projekt schneller als geplant abzuschließen. Sie gefährden jedoch den Projekterfolg, wenn Sie nun einfach nachgeben und versuchen, das Unmögliche möglich zu machen.

So wappnen Sie sich …

  • Bedenken Sie: Ihre Planung weicht zwangsläufig von den Vorstellungen Ihres Auftraggebers ab – schließlich haben Sie im Detail geplant und nicht er.
  • Bedenken Sie auch: Auf Papier lässt sich ein Projektplan gut kürzen, die Realität ist da weniger flexibel.
  • Stehen Sie zu Ihrer Planung – und scheuen Sie sich nicht vor einer Auseinandersetzung mit Ihrem Auftraggeber. Erläutern Sie ihm, warum Ihre Planung von seinen Vorstellungen abweicht.
  • Nehmen Sie die Straffung Ihres Terminplans nicht kampflos hin,
    sondern holen Sie durch geschicktes Verhandeln das Optimum für Ihr Projekt heraus.
  • Rufen Sie Ihr Team zusammen, und diskutieren Sie Optimierungspotenziale, wenn Sie das Projekt beschleunigen müssen oder zusätzliche Pufferzeiten benötigen.
  • Sorgen Sie für ausreichende Puffer, um unvorhergesehene Ereignisse abfangen zu können. Nur so können Sie auch erreichen, dass Fehler da bleiben, wo sie hingehören: hinter den Kulissen.
  • Setzen Sie die Puffer gezielt an den Stellen ein, an denen eine Verzögerung im weiteren Projektverlauf am meisten weh tut.

Mein Tipp:

„Projekt-Safari“, Kapitel 2.2 „Die Reisepläne werden optimiert“

Format Survival-Tipps
Themen
Produkte Buch App Seminar
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