Verhandeln mit dem Teufel

Testgelesen - ein Buch von Robert H. Mnookin

Verhandeln mit dem Teufel

INHALT

Sollte man mit dem Teufel verhandeln? Eine schwierige Frage, denn im Beruf wie im Privatleben kann man sich seine Verhandlungspartner nicht immer aussuchen. Politiker, Anwälte und Wirtschaftsvertreter müssen sich nicht nur mit den Verhandlungszielen, sondern immer auch mit Moral und Ethik auseinandersetzen. Und bei Verhandlungen im Privatbereich, etwa bei Scheidungen, drohen persönliche Konsequenzen, wenn man einen Rosenkrieg“ vom Zaun bricht.
Harvard-Professor Robert H. Mnookin zeigt in seinem Buch anhand mehrerer Fallbeispiele aus den Sphären der großen Politik, der Unternehmenswelt und der Familie, wie steinig der Weg zum Verhandlungserfolg sein kann. Mnookin geht es vor allem darum, aus Anschauung und an Beispielen zu lernen.

GEHALT

Mnookin ist es gelungen, wirklich spannende Geschichten auszuwählen. Die Fälle beleuchten immer wieder neue Facetten, die eine Verhandlung haben kann, und lassen kontinuierlich beim Leser die Frage mitlaufen: Wie verhieltest Du Dich in einer ähnlichen Situation? Konkrete Tipps zur Verhandlungstaktik sucht man dagegen vergeblich.

Bewertung:  Punkte (von 5)

GLIEDERUNG

Das Buch ist sinnvoll gegliedert, und die Kapitel können unabhängig voneinander gelesen werden – ein absoluter Pluspunkt. Leider besteht das Buch nur aus Text. Tabellen, Übersichten, Grafiken und ähnliches sucht man dagegen vergeblich.

Bewertung:  4 Punkte (von 5)

VERSTÄNDLICHKEIT

Der Autor verwendet eine sehr klare, leicht verständliche Sprache. Die Fallbeispiele sind mit Bedacht gewählt und nachvollziehbar erzählt.

Bewertung:  5 Punkte (von 5)

RELEVANZ

Das Buch ist zweifelsohne spannend geschrieben. Leider hat es aber nur einen geringen Nutzen, denn es liefert keine Hilfestellungen für eigene künftige Verhandlungen. Der Autor geht stattdessen einen neuen Weg und zeigt, dass es komplexe Situationen gibt, die nicht mit einfachen Verhandlungstechniken und Patentrezepten lösbar sind

Bewertung:  2 Punkte (von 5)

ZIELGRUPPE

Das Buch ist für Projektleiter gedacht, die Interesse an Verhandlungsführung haben und idealerweise Vorkenntnisse in Verhandlungsführung, insbesondere mit dem Harvard-Konzept, besitzen. Wer noch unsicher in Verhandlungsführung ist, könnte nach der Lektüre des Buches noch mehr verunsichert sein.

MEIN FAZIT

Mnookin ist ein messerscharfer Beobachter und glänzender Analytiker. Beides belegt er in „Verhandeln mit dem Teufel“. Ein lehrreiches, nachhaltiges Buch und – trotz des Mangels konkreter Hilfestellungen – ein kluger Ratgeber für vergiftete Streitigkeiten im Job und im Privatleben.

Format Testgelesen
Themen
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